Schmalband
Die Schmalband-Angebote richten sich vornehmlich an User, bei denen weder DSL noch eine breitbandige Alternative verfügbar ist. User ohne DSL müssen meist ein Vielfaches für den Internetzugang zahlen und sind zudem viel langsamer im Netz unterwegs! Ich kann gut verstehen, wenn Betroffene ihrem Ärger Online Luft machen (bspw. auf kein-dsl.de). Lange war bei mir auch kein DSL verfügbar - und jetzt auch nur "DSL light". Das aber nur nebenbei. Für Kreative ohne Breitbandanbindung, die wie ich nicht nur Webinhalt konsumiert, sondern publiziert eine Katastrophe! Am Monatsende hatte ich immer eine schöne Rechnung. Nun haben die Provider reagiert und bieten Kunden ohne Breitbandversorgung wieder Schmalbandflats an.
Bevor ich zu den aktuellen Schmalband-Flatrates komme - zuerst ein kleiner geschichtlicher Exkurs. Dieser erklärt ebenso, warum es so schwierig ist, Schmalband-Flatrates am Markt zu positionieren und warum die Mobilfunkanbieter mittlerweile auch Probleme mit ihren Handy-Flatrates haben. Denn dort ist das Problem ähnlich.
Anfang des 21. Jahrhundert gab es eine Reihe von Schmalband-Flatrates. Durch das intensive Nutzungsverhalten der Kunden rechneten sich diese pauschalen Surfangebote zum Fixpreis für die Provider aber schnell nicht. Denn: Jedes transferierte Megabyte musste von den Anbietern bezahlt werden. Flatrates basieren immer auf einer Mischkalkulation. Provider gingen davon aus, dass jeder Kunde ein bestimmtes Volumen verbraucht. Genau dieses Volumen definierte den monatlichen Preis für die Flat. Wenignutzer sollten das Volumen von Vielnutzern ausgleichen. Da aber viele Kunden das Flatangebot beim Namen nahmen, gab es viel mehr sogenannte Poweruser als Wenig- bzw. Normalnutzer. Die Kalkulation ging nicht auf...
So ging die Ära der Schmalband-Flatrates auch relativ schnell wieder vorbei und trieben manchen Anbieter sogar in die Insolvenz. Danach geschah in Sachen "Surf-Flatrate" eine Zeit lang nichts. Bis die Telekom den Tarif "XXL" einführte. Dieser erlaube sonntags Gespräche im deutschen Festnetz und surfen im Web ohne Zusatzkosten. Die Grundgebühr für T-Net XXL betrug 23,94 €, für T-ISDN XXL 32,09 € monatlich. Schnell merkte man, dass auch diese Kalkulation nicht aufging und stellte den Tarif zum 30. September 2003 ein. Bestandkunden konnten den Tarif als "XXL sunday" ohne Beschränkungen noch bis 31. März 2005 nutzen, danach wurden Datenverbindungen auch sonntags kostenpflichtig.
Schmalband-Flatrates
Der Markt ist mit aktuell drei bundesweit verfügbaren Flatrates ohne Anbieterwechsel sehr überschaubar. Wer komplett zu einem Alternativ-Anbieter wechselt, kann ggf. weitere Angebote nutzen. Manchmal sind die Schmalband-Flatprodukte von Versatel, EWE Tel, envia TEL oder M-net auch nur regional verfügbar.Um mit den bundesweit nutzbaren Schmalband-Flatrates surfen zu können, ist ein T-Home Festnetzanschluss erforderlich. Dieser ist ab mtl. 17,95 € (analog) im Tarif "Call Start" hier zu haben. Bei T-Home und VR-Web muss die Flatrate-Nutzung vorher angemeldet und der Antragsteller zugleich Telefon-Anschlussinhaber bei der Deutschen Telekom AG sein! Arcor hat mit seiner Internet by Call flatrate die einzige bundesweit verfügbare Schmalband-Flat ohne Vorbedingungen!
| Provider | Tarif | Sendungsrichtung (Upload in kbit/s) |
Empfangsrichtung (Download in kbit/s) |
Grundgebühr (monatlich) |
Einrichtung (einmalig) |
Vertragslaufzeit (in Monaten) |
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Internet by Call flatrate | 56 (Net) / 64 (ISDN) | 56 (Net) / 64 (ISDN) | 19,95 € | 0 € | 1 |
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Surf eco flat | 56 (Net) / 64 (ISDN) | 56 (Net) / 64 (ISDN) | 79,99 € | 0 € | 6 |
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VR-Web surf&phone | 56 (Net) / 64 (ISDN) | 56 (Net) / 64 (ISDN) | ab 69,98 € | 0 € | - |
Alle Angaben ohne Gewähr. / Tarifstand:
Juli 2009



