Provider

 

werden für den Zugang zum Internet benötigt. Auf dem deutschen Markt gibt es Regionale und Bundesweite. Ich beschränke mich auf Provider, die ihre Produkte bundesweit anbieten. Einige Angebote können trotzdem nur regional verfügbar sein. Außer der Telekom als Vollanbieter, bieten alle anderen Provider nur noch IP- und/oder Funk Anschlüsse ohne klassisches Festnetz. Los geht's:

 

1&1

1&1

Anschlussart: IP-, Funk-Anbieter und Webhoster

 

Die 1&1 Internet AG ist ein Internetserviceprovider (ISP) und gehört zur United Internet Media AG, die als Holding fungiert. 1&1 Internet ist nach der Telekom der zweitstärkste Anbieter von DSL-Anschlüssen in Deutschland. Vor fünfundzwanzig Jahren startete das Unternehmen unter dem Namen Puretec GmbH und bot Webhosting-Pakete an. Auch heute noch gehört Webhosting als fester Bestandteil zum Produktportfolio.

Die DSL-Anschlüsse wurden lange über so genanntes T-Resale oder durch Line-Sharing über Telefónica bereitgestellt. 1&1 vertreibt seinen DSL-Anschluss unter eigenem Namen 1&1 DSL. Inzwischen werden nur noch IP-Anschlüsse als Komplett-Anschlüsse angeboten. Komplettanschluss ist in weniger ausgebauten Regionen auch noch als Regio-Anschluss (5 Euro Aufpreis) erhältlich. Weitere Anschlussgebiete werden nachfrageorientiert ausgebaut. Unabhängig davon, gehört 1&1 zu den wenigen Providern, die VDSL auf Telekom IP Infrastrukturbasis anbieten können.

Im mobilen Bereich wird 1&1 Mobile im Vodafone UMTS/LTE-Netz realisiert.

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Alice

Alice / O2 DSL

Anschlussart: keine, nur noch Bestandskunden, jetzt O2 DSL

 

Alice DSL (kurz: Alice) war der Vertriebsname für HanseNet DSL-Anschlüsse. HanseNet selbst wurde schnell zu einem großen Player auf dem deutschen Telekommunikations- und Internetmarkt. Als Serviceprovider schloss er seine DSL-Anschlüsse über eigene Infrastruktur oder die Partner QSC und Telefónica an. Ab Februar 2007 wurde Alice DSL einschließlich Alice IPTV bundesweit vertrieben. Wo noch kein eigenes Netz verfügbar, setzte man auf T-Resale. Am 1. März 2007 übernahm HanseNet die Internetzugangs-Sparte von AOL Deutschland, nachdem der amerikanische Provider sein Deutschlandengagement eingestellt hatte.

2010 verkauften die Eigner HanseNet an die spanische Telefónica. Zum April 2011 wurde sie an Telefónica Germany GmbH & Co. OHG weitergereicht und ging durch Verschmelzung in ihr auf. Telefónica nutzte Alice als Marke noch bis 13. Dezember 2012, seitdem gibt es nur noch O2 DSL. Alice ist damit tot. Aktuell hat O2 übrigens kein IPTV im Angebot, Bestandskunden können aber noch Alice IPTV nutzen.

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Arcor

ARCOR / Vodafone

Anschlussart: keine, nur noch Bestandskunden, jetzt Vodafone DSL, LTE & TV

 

ARCOR war der zweitgrößte Telekommunikationsdienstleister Deutschlands und mit eigenem Festnetz nahezu unabhängig von der Telekom. Dementsprechend groß war die Produktpipeline des Eschborner Konzerns. Neben eigenen Schmal- und Breitbandangeboten konnte ein Telefonanschluss auf Standard- oder Universal-Basis oft direkt bei ARCOR oder alternativ als Telekom-Resale gebucht werden. Außerdem gehörten Funklösungen (Handyverträge mit Festnetzrufnummer) zum festen Bestandteil.

VodafoneDiese Zeiten änderten sich mit Komplettübernahme durch die britische Vodafone Group im Mai 2008. Diese hatte zuvor 2001 schon den Funker Mannesmann, genannt D2, geschluckt. CallYa als Überbleibsel kennt heute eigentlich jeder. Seitdem müht sich Vodafone gänzlich alle Kunden auf einen Vodafone IP- oder gleich  LTE-Anschluss umzustellen. Festnetz wird nach Vodafone Angaben nicht mehr ausgebaut und/oder aktiv vermarktet. ARCOR DigitalTV konnten Bestandskunden noch bis zum Vertragsende nutzen. Wie es heute aussieht, weiß ich nicht. Wahrscheinlich haben interessierte Kunden ein Upgrade auf Vodafone TV bekommen.

Heute ist ARCOR ein Internet-Portal.

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congster

congster / congstar

Anschlussart: IP- und Funk-Anbieter

 

congster war ein junger Internetserviceprovider, der 2004 als Tochter von T-Online gegründet wurde. Die Spezialisierung lag bei Discount-Surftarifen. VoIP- und klassische DSL-Anschlüsse auf Telekom Resale-Basis standen unter eigenem Namen zur Verfügung. Congster nutzte ausschließlich das Telekom-Netz als Backbone.

CongstarDa die Telekom im Breitband- und Festnetzmarkt zunehmend Konkurrenzdruck hat(te), entschloss man sich, congster in congstar umzufirmieren. Seit 17. Juli 2007 am Start bietet congstar heute nur noch komplett-Breitbandanschlüsse auf IP-Basis, alle Festnetz-Tarife wurden ersatzlos gestrichen. Post- sowie Prepaid Funkangebote sind bei congstar ebenso im Angebot. Besonders im Smartphone-Tarifbereich sind sie meiner Meinung konkurrenzlos im D1 Netz, so dass ich nach über 12 Jahren von Vodafone gewechselt bin =).

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freenet

freenet

Anschlussart: keine mehr, jetzt ein Portal

 

Die freenet AG ist ein börsennotiertes deutsches Teekommunikationsunternehmen und entstand am 2. März 2007 durch die Fusion der mobilcom AG und freenet.de AG. Seit dem 5. März 2007 ist die freenet AG an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Das Unternehmen mit Sitz in Büdelsdorf hatte sich mit freenet auf den Vertrieb von Resale-DSL-Anschlüssen spezialisiert; bot aber auch Internetzugang über Schmalband. Außerdem gab es eine Reihe von Angeboten im Bereich der Sprachtelefonie. Neben Call by Call, Preselection und Internettelefonie vermarktete man Funkverträge für die vier großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und O2 unter eigenem Vertriebsnamen mobilcom.

Seit Fusion von mobilcom und debitel im April 2009 zur mobilcom-debitel GmbH teilt die Marke freenet heute das gleiche Schicksal wie ARCOR: Es ist lediglich ein Internet-Portal. DSL-Aktivitäten, sprich Kunden, wurden an 1&1 verkauft. Die dazugehörige börsennotierte freenet AG ist nach eigenen Angaben das größte netzunabhängige Telekommunikationsunternehmen Deutschlands.

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meome

meome

Anschlussart: Call by Call (Schmalband)

 

Früher bot meome Call by Call Internet-Zugangstarife und DSL-Zugangstarife für T-DSL Anschlüsse an. Heute sind noch Internet-Call by Call Tarife für "Modem / ISDN" im Angebot. Sonst sind mir vom Internet-Pionier keine Unternehmensinformationen bekannt?

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Strato

Strato

Anschlussart: keine mehr, jetzt (wieder) ein Webhoster

 

Strato vereint Marke und Aktiengesellschaft zugleich. Die AG  war eine hundertprozentige Tochter der börsennotierten freenet AG ohne eigene Börsennotierung. Seit 1997 am Markt präsent, lag der Focus des Geschäfts bei Webhosting- & Server-Produkten. So hatte es Strato nach United Internet (1&1, Schlund + Partner) zur Nummer Zwei im europäischen Webhosting-Markt geschafft. Um auch im Breitbandgeschäft mitzumischen, bot Strato Line-Sharing basierende Anschlüsse mit gebündeltem Telekom-Festnetzanschluss - als auch entbündelten Komplett-Anschluss ohne herkömmlichen Festnetzanschluss - an. Das änderte sich 2007, indem alle Strato DSL-Anschlüsse an freenet gingen.

freenet machte daraufhin im November 2009 Kasse und verkaufte das Webhosting-Geschäft an die Telekom sowie alle DSL-Anschlüsse an 1&1. Heute ist Strato wieder Webhoster, aber im Gegensatz zu 1997 eben nicht mehr eigenständig.

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TelekomTelekom (T-Mobile / T-Online)

Anschlussart: Vollanbieter

 

Die Deutsche Telekom ist heute der einzig verbliebene Vollanbieter im Festnetz-, Funk- und Breitband-Markt, nebenbei Europas größtes Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Bonn. Bevor sie seit April 2010 einzig unter der Marke Telekom auftritt, gab es eine Reihe von Marken:

T-Com- T-Com (ab 4. Juni 2007 T-Home, News) bezeichnete die Marke für Festnetzlösungen. Darüber wurden Telefon-, Schmalband- & Breitband-, VoIP-, Entertain- (IPTV) und Satelliten-Anschlüsse vertrieben.

T-Mobile- T-Mobile
trat als Marke und Funkanbieter in Erscheinung. Im Juli 1992 als DeTeMobil Deutsche Telekom Funk GmbH gestartet, wurde D1 schnell ein Begriff für Funk. Es wurden Handy- und Smartphone-Tarife im Post- und Prepaid Bereich verkauft. Aber auch Tarife für das mobile Surfen und als Breitbandersatz. Das bekannteste Produkt dürfte bis heute wohl Xtra sein.

T-Online- T-Online war Marke und größter europäischer Internetserviceprovider. Er entstand im September 1995 aus der ausgegliederten Telekom Tochter Online Pro Dienste GmbH & Co. KG. Zum 1. Januar 2000 wurde die Gesellschaftsform in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ab 17. April 2000 war die T-Online International AG börsennotiert. Auf der Aktionärsversammlung der Deutschen Telekom AG beschlossen die Aktionäre am 29. April 2005 die Wiedereingliederung von T-Online. Aufgrund erbitterten Widerstands zahlreicher Kleinaktionäre wurde die Verschmelzung erst am 6. Juni 2006 endgültig vollzogen. Mit Neuausrichtung des Konzerns sollte eigentlich die Marke T-Online vom Markt gehen und durch T-Home ersetzt werden (News).

Bis zur Verschmelzung vertrieb T-Online Schmal- und Breitbandanschlüsse auf Resale-Basis unter eigenen Namen sowie diverse Webhosting und Server-Produkte. Ein weiteres Geschäftsfeld war und ist die Content- und Produkt-Vermarktung auf dem Internet-Portal t-online.de (lt. Nielsen NetRatings eines der reichweitenstärksten Webauftritte im deutschsprachigen Raum). Dann wird der Name "T-Online" wohl doch nicht so schnell wie erhofft verschwinden =).

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Tele2

Tele2

Anschlussart: IP- und Funk-Anbieter

 

Der schwedische Telekommunikationsanbieter Tele2 wurde 1993 gegründet und hat nach eigenen Angaben 30 Millionen Kunden in 22 Ländern. Den meisten Deutschen ist Tele2 wohl als Call by Call / Preselect-Anbieter ein Begriff. Seit Liberalisierung im Jahre 1998 ist das Unternehmen auch in Deutschland aktiv. Lange bot Tele2 das übliche Produktportfolio: Neben Internet mit Call by Call (Schmalband) gab es DSL- & VoIP-Anschlüsse auf Resale-Basis unter eigenem Namen. Entbündelt ist Tele2 DSL inzwischen nur noch auf IP-Basis zu haben. Zudem wurde das Angebot um Satelliten- und Funk-Breitbandtarife ergänzt.

Eine 2006 geschlossene Kooperation mit QSC zum Aufbau einer eigenen DSL-Konzentrationsnetz-Infrastruktur ist Ende 2010 geplatzt. Tele2 hat angeblich 66,2 Mio. Euro an QSC als Entschädigung gezahlt.

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Versatel

Versatel

Anschlussart: Festnetz- (regional), IP-, Funk-Anbieter und Webhoster

 

Versatel Deutschland gehört seit 2005 dem Private Equity-Fonds Apax und den kommunalen Gesellschaftern die Mehrheit von Tropolys. Zuvor hatte Tele2 die anderen Unternehmensteile der niederländischen Versatel Telecom International N.V. übernommen. Damit wurde der Konzern zerschlagen und Versatel Deutschland eigenständig als vierter Festnetzanbieter nach Telekom, Vodafone und O2 in Deutschland tätig. Zum Produktportfolio gehören der Vertrieb von Festnetztelefon-, DSL- und VoIP-Anschlüssen. Versatel schließt seine Kunden dabei ans eigene Netz in bisher 170 Städten und Gemeinden an. In ganz Deutschland ist außerdem Schmalband-Internet über Call by Call verfügbar.

Inzwischen hat sich Versatel vornehmlich auf Business-Kunden spezialisiert, u.a. auch Webhosting Produkte aufgelegt. Privatkunden-Produkte sind nur noch nebenher im Bestand.

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18.01.2013

 


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