Vodafone informiert die Tage über arcor.de Änderungen. Ab voraussichtlich November 2016 wird das Portal auf die aktuelle Technologie und eine moderne Web-Oberfläche umgestellt. Das ist deswegen bedeutend, weil bereits über das Ende ähnlich t-online.de spekuliert wurde. Die Telekom hat t-online.de 2015 an Ströer Digital Publishing verkauft. arcor.de gehört auch in Zukunft zu Vodafone. Neben dem Portal bleiben natürlich E-Mail Konto mit allen dazugehörigen E-Mail-Adressen, Fotoalbum, Kalender und Organizer erhalten. Es soll neue Funktionen geben, der Speicherplatz auf bis zu 2 GB erweitert werden. Vodafone betont dabei auch weiterhin den deutschen Server-Standort. Ich nutze den E-Mail Service seit germany.net Tagen und bin glücklich, dass ich in der schnelllebiges Internetzeit nicht meine E-Mail verliere. Die hat auch nichts mit meinen tvnewz.de E-Mails zu tun, meine noch ARCOR-Mail mit gno.de Endung war lange vor meinen Blogs.
Gleichwohl räumt Vodafone mal richtig auf und stellt bei der Gelegenheit viele Dienste ein. Sie kündigen zum 31. Januar 2017:
– Homepage und Web-Visitenkarte [Anmerkung: mit der habe ich auch angefangen ]
– die persönliche Arcor-Dienste Telefon- & Faxnummer
– Kleingeldbörse
– SMS
– Postbrief-Versand und Postkarten-Versand
– E-Cards
– Online-Butler
– Netpass und
– Foren plus Chat
Homepage-Nutzer bekommen im September eigene Mail zu dem Thema. Wer will kann dann zum Kooperationspartner 1&1 mit seiner Homepage umziehen. Restliche Guthaben aus der Kleingeldbörse werden zwischen Oktober und Dezember 2016 ausbezahlt. Da ich meine persönliche Arcor-Dienste Telefon- & Faxnummer als Sprachbox fürs Impressum nutze, muss ich mal sehen, was ich alternativ hole.
Mehr Informationen und zukünftige Änderungen in Zusammenhang mit der Umstellung sind zu finden unter vodafone.de/hilfe/arcor-email .
Jetzt hat es mich auch erwischt: Nach über 18 Jahren machte die Telekom Schluss, tschüss ISDN. Bei der Gelegenheit suchte ich mir einen neuen Provider. Die Wahl fiel auf Vodafone. Mit denen war der ISDN-auf-IP-Migrationsprozess selbst unkomplizierter, als ich in Vorbereitung plante. Zuvor einige Gedanken gemacht und mich vom AVM Support unterstützen lassen. Ich setze vom Internetstart weg auf FRITZ! Produkte. Mein(e) ISDN Dose (Bus) wollte ich aber auf jeden Fall schon wegen Fax auf IP migrieren.
Ende der 90er hatte ein T-Techniker den Bus auf die interne Network Termination BasisAnschluss-Klemmleiste verdrahtet. Damit ich den S0-Anschluss der Fritte 7490 benutzen kann, war es erforderlich, dass auf die losen Adern des S0 Buses ein RJ45-Stecker gesetzt wird. Den Belegungsplan hat AVM hier unter Anschluss für ISDN-Geräte (FON S0) veröffentlicht. Es brauchte ruhiges Händchen, Tütchen mit RJ45-Steckern, Crimpzange inklusive Abisolierer und Kabeltester. Wer zum Crimpen anrückt, sollte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, wichtig! Gerade die kleinen Bus-Kupferdrähtchen sind mit „Sie anzusprechen“. Zum Einen muss die PIN-Belegung stimmen, zum Anderen beim Crimpen ein Kontakt im RJ45-Stecker zustande kommen. Das klappt nicht zwingend beim ersten Mal. Leuchtet nur eine LED im Kabeltester nicht, noch einmal bitte :). Wer keine Nerven hat, kann alternativ zur klassischen Dose greifen. Die Adern da aufzuklemmen, dürfte erheblich einfacher sein. Der Fritte ist es ansonsten völlig gleich ob Dose oder Stecker.
Ich habe das mit dem RJ45-Stecker gemacht und brauchte nur zwei Crimpversuche. Seitdem übernimmt der interne Fritte 7490 S0-Anschluss die Funktion des NTBAs. Die sonstige IP-Konfiguration erfolgte fast automatisch. Mit IP wird Router jetzt direkt mit der Telefonanschlussdose verbunden, NTBA und Splitter sind zu entfernen. Über den Modem-Installation-Code (MIC) wird die Einrichtung des Internet- und Telefonieservices abgeschlossen, willkommen IP.
Erste IP Erfahrungen habe ich gesammelt. Fällt VDSL bspw. mit den beliebten „PPPoE Fehler: Zeitüberschreitung“ aus, sind Telefon und Fax tot. Wer nicht ständig Online abhängt, wird also mitunter nicht mitbekommen, wenn Internet ausfällt und sie/er damit nicht erreichbar sein könnte. Aber selbst wenn die Verbindung steht, heißt das noch lange nicht, dass der SIP-Telefonieserver mitzieht. Bisher gab es hier in gut vier Wochen IP-Telefonie Ausfälle mit „Temporarily not available (480)“ und „Service Unavailable (503)“. Auch das erfährt der Nutzer gewöhnlich nur bei Blick in die Router Ereignisse.
Die Sprachqualität empfinde ich subjektiv nicht so gut wie bei ISDN. Bei so manchem Gespräch knistert es wie bei alten Vinyls. Aber da ich noch nicht HD-Voice fähige Telefone benutze, soll das nicht mein Thema sein. Das Fax funktioniert dagegen erstaunlich gut. Vorausgesetzt natürlich der SIP-Server spielt mit. Alles in allem ist eingetreten, was ich erwartete: IP ist nicht so zuverlässig wie ISDN. Darüber hinaus erwartete ich nichts. Denn wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden. Da die Telekom bis 2018 abschaltet, hat niemand eine Wahl. Da darf ich als Entschädigung für dieses IP hoffentlich demnächst VDSL100 erwarten. Und das erwarte ich bei IP-Zwang zur Abwechslung mal wirklich, im Kabel sind bald schon 400Mbit/s drin.
Ich bin überrascht, das die Telekom den heimischen Universal (ISDN) Anschluss nicht kündigt? Geld stinkt wohl doch nicht, bin ich so noch ein Jahr bei. Rabatte gibt’s da keine, es wird für Entertain Comfort gezahlt, was die Liste hergibt. Wenn ich 2016 dank Kündigung seitens Telekom gehe, bleibt aus meinen Community Erfahrungen da, dann mehr Zeit für was Anderes.
Was mich schon zu der im Schrank liegenden Xtra bringt . Auf der SIM war ein alter Xtra web’n’walk gebucht. Um der Karte wieder Leben einzuhauchen, führte ich zuerst einen Tarifwechsel auf Xtra Call aus. Für einen Xtra Tarifwechsel berechnet die Telekom heute 4,95€. Direkt bei Wechsel beauftragte ich die Option „Xtra Music Streaming Plus“. Streaming-Option kann einen Monat kostenlos getestet werden und bringt Spotify Premium auf Prepaidbasis nach Hause. Die Laufzeit beträgt einen Monat und es kann jederzeit zum Laufzeitende gekündigt werden.
Xtra Music Streaming Plus beinhaltet für 14,95€ mtl. eine Music- und Datenflat mit 300 MB Speed-Volumen (bis zu 8Mbit/s). Mit der Music Flat gibt es unbegrenzten Spotify Zugang zu über 30 Mio. Songs. Einschränkungen sind mir im Rahmen des Tests bisher keine aufgefallen. Spotify streamt sein Angebot über Smartphone, Notebook, Smart-TV (sofern App an Bord) und Tablet. Ich habe es lediglich mit meinem Nexus 5 und der Play:1 im SonosNet getestet, keine Probleme. Als besonderes Highlight hebt die Telekom das Streamen und die Offline-Synchronisation der Playlists ohne Belastung des mobilen Datenvolumens hervor. Aber Achtung, das ist wie immer bei der Telekom nur die halbe Wahrheit: Das Laden von Covern, das Teilen von Inhalten und das Spotify-Features „Entdecken“ werden bspw. voll angerechnet.
Verglichen mit Deezer hat Spotify auch Künstler an Bord, die bei Deezer fehlen. Mir sind zum Bleistift M People oder 90er Dune aufgefallen. Ansonsten haben die gestreamten MP3s eine gute Qualität. Klanglich geht wohl nicht mehr aus den komprimierten MP3s rauszukitzeln. Die Spotify Radios habe ich wie den Offline-Modus im SonosNet vermisst. Direkt über die Spotify Apps gibt’s wohl entsprechende Optionen. Kurzum: Ich werde nach dem Probemonat nicht verlängern. Das liegt aber weniger an Spotify, sondern das ich mich schneller für Deezer Elite entschieden habe. Inhaltlich habe Beide ein ähnliches Angebot, während Deezer noch eine Schippe draufgepackt hat.
In den letzten Wochen hat die Telekom wie angekündigt im großen Stil begonnen, dass klassische Festnetz bestehend aus Standard (Analog) und Universal (ISDN) Anschlüssen auf IP umzustellen. Die Werbung verspricht dabei schon mal „Das Netz der Zukunft“. In dem Zusammenhang rücken Begriffe wie Vectoring, HD Voice, Videotelefonie oder HomeTalk in den Fokus. Manchmal habe ich das Gefühl – eine echte Freakshow. Hände hoch, wer kennt sich mit dem Kram wirklich aus und wem geht das alles irgendwo vorbei? Korrekt, liest man sich in den Communities der Provider so durch, merkt man schnell: Es geht schon lange nicht mehr um die Kunden.
Telekom: Das Netz der Zukunft, courtesy by YouTube™
Meiner Meinung will der Gigant lediglich schnell dahin, wo die Kabelnetzer schon sind. Festnetz weg und überall Internet rein – auch bei der Telefonie. Das hat schließlich enorme Einsparpotentiale. Ich habe da aber so Ahnung, sparen wird am Ende nicht der Kunde. Mir persönlich ist das weitestgehend egal, wenn ich nicht auf zuverlässige Faxfunktionalität angewiesen wäre! Telefonie geht sonst heute mobil. Wobei ich gleich bei meinem Lieblings-IP-Marketingthema HD Voice bin. Viele haben doch noch keine HD Voice fähigen Endgeräte? Bei Umstellung auf IP sind die höchstens bemüht, alte Telefone wieder ans Netz zu bringen. Dass dafür oft eine TK-Anlage oder Adapter erforderlich, wird natürlich nicht so offen kommuniziert. Sind ja schließlich zusätzliche Kosten auf Kundenseite. Provider begnügen sich meist mit Aussagen wie „schließen Sie ihre Endgeräte nach IP-Umstellung einfach an den Router an“. Löblich ist zumindest, dass den Kunden mit an die Hand gegeben wird, dass die alten Festrufnummern für IP-Telefonie im Router konfiguriert werden müssen. Dass man auf diesem Weg mit den alten Gerätschaften trotzdem nie zu HD Voice kommen wird, Nebensache . Merke: Wer den IP-Vorteil HD Voice nutzen will, sollte sich gleich ein HD Voice fähiges Telefon kaufen. Ansonsten kann man ja gleich bei Smartphones bleiben, die neueren Generationen sind eigentlich alle HD Voice fähig. Für HD Voice ist mobil mindestens ein gescheites 3G oder 4G Netz erforderlich, 2G unterstützt kein HD Voice. VoLTE ist nebenbei bemerkt noch nicht gestartet.
Weiter geht’s zur IP-Videotelefonie. Eigentlich ist skypen über Microsofts Skype nicht mein Thema. Kürzlich wurde so die erste Online-Scheidung auf den Weg gebracht. Aha, Leben 2.0 – hier geht’s zur Nachlese >bei LVZ Online. Ich habe zu Skype keine Meinung und mache direkt mit HomeTalk weiter. Mit der App ist es möglich, über WiFi (Festnetz) Anrufe auch mit dem Smartphone Zuhause anzunehmen und ausgehende Telefonate über den IP-Anschluss zu führen. Die Abrechnung der Gespräche erfolgt zu All IP-Konditionen. Wer so was braucht, die App ist ab iOS 4.0 und Android 2.1 verfügbar.
Jetzt kommt aber der angeblich größte IP-Knaller namens VDSL Vectoring. Mit dieser Technik sollen unter optimalsten Bedingungen bis zu 100Mbit/s down und 40Mbit/s up drin sein. So zuschreiben, damit noch mehr Käse schnell bei YouTube, FB & Co. hochgeladen werden kann oder in die Cloud. Eben state of the art IP-basiert, das Letzte aus dem Stückchen Kupfer Klingeldraht der Teilnehmeranschlussleitung („Letzte Meile“) rauszukitzeln. Für mich ziemlich realitätsfern. Die IP-Aktionstarife sind zeitlich befristet, ich kenne Wenige, die auf Dauer die Listenpreise ab 50€ mtl. aufwärts akzeptieren werden. Und gegen die Kabelnetzer gewinnt man preislich damit schon gar nicht. Beim Download-Speed übrigens auch nicht. Bei Kabel sind schon heute bis zu 200Mbit/s drin. Um Vectoring freizuschalten, müssen alle Anschlüsse auf IP migriert werden. Wer nicht mitzieht, wird gekündigt. Zum Glück habe ich diesen Bullshit nicht zu verantworten. Richtig ernst wird’s ab 2015. Dann will die Telekom die IP-Migration auf Businessebene starten. Das heißt konkret, auch gut zahlende ISDN-Kunden mit Mehrgeräte/Anlagenanschluss werden ggf. kündigt.
Mein Zwischenfazit: Da mich die Telekom schon länger auf das Festnetz-Ende 2018 vorbereitet, werde auch ich migrieren (müssen). Trotzdem finde ich es nicht gut, das eigenständige Telefonnetz zugunsten IP aufzugeben. Und dabei gehöre ich noch nicht mal zu denen, die sich der Zukunft verweigern oder irgendwas von „wenn mal Stromausfall ist, geht nichts mehr“ brabbeln. Es werden wohl die Wenigsten sein, die heute noch ein notstromfähiges Telefon für NTBA oder TAE-Dose haben. Hausnotruf-Systeme werden zwar auch oft als Grund angefügt, nun ja. Selbst das ist kein echter Grund, die Hersteller solcher Systeme müssen dann eben für IP-Lösungen sorgen. Bei mir ist es wohl eher der ISDN-Nostalgiefaktor und natürlich das Fax.
Man oh man, manchmal lohnt bissle warten . Denn heute habe ich wie versprochen, endlich die DSL-Alternative via Satellit aufgefrischt.
Dabei staunte ich nicht schlecht. In nur fünf Jahren hat sich der Markt nahezu selbst bereinigt. Übrig geblieben sind eine Handvoll Anbieter, die schnelles Internet dahin bringen (wollen), wo es absehbar eigentlich keins gibt. Und nein, es muss dabei nicht die Pampe sein, direkt in der City, kann es auch passieren, dass kein Port frei. Dann ist mit Breitband da ebenso schnell Feierabend. Selbst mit gut ausgebautem Funknetz als Alternative, kommt man bei Volumina von bis zu 30GB zum Mondpreis an Grenzen. Via SAT kann schon eine Breitbandalternative sein. Die Preise sind verglichen mit echtem Breitband aus der Telefon- oder Kabeldose aber eher ein Witz. Kein Wunder also, wenn uns die Telekom ab 2016 wieder zeigen möchte, wie schön eigentlich auch eine Dosen-Drossel ist. Schwacher Trost, dass gegen genügend Bares auch weiter Premium-Flat Pakete angeboten werden sollen. Damit wären wir dann schon beim 3-Klasseninternet: -> Die, die noch keinen Breitbandzugang haben, -> die, die zwar Breitband haben könnten, sich die Premium-Preise nicht leisten können oder wollen und -> die, die sowieso alles haben und kaufen können. Ich bin gespannt, wie das so weitergeht…
Bei mir kam VDSL erst 2012, Entertain Comfort Option ab 2013, vorher toll DSL384 und Funk. Am ISDN-Anschluss habe ich seit ’98 nichts geändert, auch wenn der heute Universal heißt. Meine alte nummerische germany.net E-Mail existiert übrigens auch noch. Denn ich muss da nicht ständig was ändern, gerade beim Faxen ist Universal unverzichtbar. Testweise habe ich Faxe auch schon über IP geschickt – furchtbar. AVM Support war damit gänzlich überfordert! Die wissen bis heute nicht, warum der Versand einer einfachen Seite selbst mit VDSL50 Anbindung bis zu zehn Minuten benötigen kann (interne FRITZ!Box Faxfunktion). Das stört aber selbst die Telekom nicht. Die haben bereits angekündigt, das gesamte Festnetz deutschlandweit bis spätestens 2018 abzuschalten. Dann werden Alle planungsgemäß nur noch über das All-IP Netz – also das Internet telefonieren und surfen.